Hättest du nicht manchmal Lust mehr über das Leben der Menschen zu erfahren, die täglich an dir vorbei laufen, denen du in der Straßenbahn begegnest oder im Supermarkt an der Kasse? Würdest du nicht gerne wissen, was für Ideen sie haben, was sie bewegt und für was sie sich einsetzen?
Mit unserer Tour »Stadt Karawane« versuchen wir einen Rahmen zu schaffen, der gesellschaftliche Schranken überbrückt und Menschen zusammenbringt, die im Alltag wohl kaum miteinander ins Gespräch kommen würden. Durch die jedes Mal einmalige Konstellation in deiner Gruppe, besuchst du gemeinsam mit dir zunächst fremden Menschen einen Nachmittag lang drei verschiedene Leipziger zuhause oder auf der Arbeit. Auf diese Art möchten wir einen unbefangenen Dialog ermöglichen. Diese Begegnungen geben allen Beteiligten, den Gastgebern und den Teilnehmern, die Möglichkeit neue Impulse zu bekommen und sich gegenseitig zu inspirieren.
Seit Kurzem liegt außerdem unser Fokus auf in Leipzig lebenden Gastgebern unterschiedlicher Herkunft. Im Rahmen unserer neuen Tour »Die ganze Welt in deiner Stadt Karawane« möchten wir Integration mal anders herum denken. Wir glauben das Migration und das Leben in einem fremden Land mutige Schritte sind und als Leistung anerkannt werden sollten. In einer globalisierten Welt, in der Flexibilität zum Dogma unserer Zeit geworden ist, sollten Migraten eine willkommene Normalität darstellen und Vorurteile verschwinden. Wir möchten einen Beitrag dazu leisten, indem wir die kulturellen Schätze unserer Gastgeber sichtbar und für alle zugänglich machen. Durch das verbinden unterschiedlicher Kulturkreise entstehen Verbindungen – eine Gemeinschaft, die nicht langweilig wird.
Das dritte Format der von uns geschaffenen Begegnungen ist das Projekt »Schlaraffenland«, ein sonntäglich stattfindender Brunch, auf welchem wir gemeinsam mit Flüchtlingen, Migranten, sozial schwächer Gestellten und euch Essen aus Leipziger Restaurants und Cafes verzehren. Damit möchten wir nicht nur viele verschiedene Menschen auf einmal zusammen bringen und die Arbeit verschiedener Vereine und Initiativen vernetzen, sondern auch ein Zeichen gegen die ausartende Wegwerfkultur setzen, die sich in Europa und der gesamten westlichen Welt herausgebildet hat.
